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Tischplatten mit Epoxid – so entstehen sie

Martin Breitenbach

Martin Breitenbach

Inhaber massmöbel

Esstisch Asteiche mit Epoxid

Aufwändigste Handarbeit fließt in einen Massivholztisch mit Epoxid - wir verraten dir hier, wie viele Handgriffe und Stunden Meisterarbeit es braucht, bis ein Epoxidholztisch fertig ist!

Massivholz an sich ist beeindruckend. Kombiniert mit glänzendem Epoxidharz wird es zu einem wahren Kunstwerk! Die Idee dazu kommt aus den USA. Ursprünglich wurden Epoxidharze dazu verwendet, Böden zu versiegeln, Risse auszubessern, zwei Werkstoffe zu verkleben oder Steinteppiche zu verlegen. Als die ersten Tische auftauchten, deren Naturholzplatten in glasklares oder buntes Harz gegossen war, wurde ein weltweiter Trend geboren.

Die Herstellung solcher Tische bedarf allerdings hoher Kunstfertigkeit – man muss sich nicht nur bestens mit dem Werkstoff Holz auskennen, sondern auch mit der Handhabung des Harzes. Darüber hinaus braucht man jede Menge Erfahrung und Kreativität, um beides zu einem einzigartigen Designerstück zu kombinieren.

Ein Tisch wie Milch und Honig! Weißes Epoxid-Harz auf dieser massiven Nussbaum-Tischplatte.

Was ist Epoxidharz?

Der Oberbegriff “Epoxidharz” fasst verschiedene Kunstharze zusammen. Je nach chemischer Zusammensetzung werden die Harze für verschiedenste Zwecke verwendet. Achtung: Jedes Harz wird anders angemischt. Falls du Allergiker bist, mache dich jeweils über die unterschiedlichen Bestandteile schlau.

Der größte Vorteil von Epoxidharz ist, dass man es so anmischen kann, dass die einzelnen Polymer-Bestandteile sich langsam verbinden und aushärten. Das gibt dem Bearbeiter viel Zeit, das Harz zu formen und eventuelle Makel zu perfektionieren. Die langsame Aushärtungsphase macht Epoxid außerdem zu einem Klebstoff für Metall und sogar Beton.

In der Regel wird Epoxidharz kurz vor seiner Verwendung angemischt. Das eigentliche Harz ist flüssig und wird mit einem sogenannten Härter gemischt. Beim Abmessen und Mischen muss man äußerst genau sein, sonst können Unebenheiten im Harz entstehen oder sich die Trocknungszeiten verändern – was zu Rissen oder Brüchen führen kann.

Da hier mit hochreaktiven Chemikalien gearbeitet wird, sind Atemschutz und spezielle Handschuhe Pflicht.

Wie wird Epoxidharz verwendet?

Epoxidharze können einiges: Böden beschichten, Möbel versiegeln, Elektroklemmstellen isolieren,  Modellbau-Teile verkleben, Risse kitten und wunderschöne Inneneinrichtungen hervorzaubern.

Was macht Epoxidharz so beliebt?

  1. Es ist sehr leicht. Selbst große Mengen davon, zum Beispiel in einem Tisch, wiegen vergleichsweise wenig.
  2. Es dichtet nahezu perfekt. Im Ursprungszustand ist es sehr flüssig und gelangt selbst in in die feinsten Risse und Nahtstellen. Nachdem es ausgehärtet ist, ist Epoxidharz zuverlässig wasser- und luftdicht. Gemeinsam mit seinem geringen Gewicht macht diese Eigenschaft es beliebt für Projekte in Luft- und Raumfahrt.
  3. Es ist rutschfest. Deshalb wird es auch gerne für industrielle Böden und Restaurationen in der Schifffahrt verwendet.
  4. Es ist antistatisch. Im Gegensatz zu anderen Kunststoffen kann man über einen Epoxidharzboden laufen oder an einem Schreibtisch mit Epoxidharz arbeiten ohne sich elektrisch aufzuladen.
  5. Es hält sehr hohen Temperaturen stand. Das macht seine Verwendung im Brandschutz möglich.
  6. Es lässt sich gut in verschiedenen Farben mischen. Die lange Trocknungszeit erlaubt es, mehrere verschieden eingefärbte Harzvarianten miteinander zu mischen und im halbtrockenen Zustand kreative Farbspiele zu gestalten.

Wie stabil ist ein Epoxidharz-Tisch?

Holz ist ein Naturstoff mit vielen lebendiger Textur, mit Astlöchern, Rissen und Kanten. Je nach Härte des Holzes ist ein Massivholztisch an sich eine ausgesprochen stabile Angelegenheit. Massivholz wird von Epoxidharz perfekt ergänzt: Das flüssige Harz gleicht alle Unebenheiten aus, verbindet sich steinhart mit dem Holz und unterstreicht dessen natürliche Schönheit durch seinen Glanz.

Bricht eine Epoxidharz-Tisch leicht? Absolut nicht. Um herauszufinden, wurden extra Tests mit extrem hohen Belastungen konzipiert, da sich die Tische von normalen Gebrauch überhaupt nicht beeindruckt zeigten. Das Ergebnis: Bevor die Verbindung zwischen Epoxidharz und Holz bricht, bricht zuvor das Holz an sich. Wir würden mal behaupten, das spricht für die Belastbarkeit von Epoxid-Tischen.

Holztische mit Epoxidharz – wie entstehen sie?

Bis ein Massivholztisch mit Epoxidharz fertig ist, stecken wir viele Stunden aufwändige Handarbeit in das Projekt. Hier verraten wir dir, welche Schritte von der Massivholzplatte zum Epoxidharz-Tisch ablaufen.

1.    Massivholz richtig auswählen

Nicht jede Holzplatte kann ein Epoxidharz-Tisch werden. Die Platte sollte mindestens 4 cm stark sein und gut durchgetrocknet, am besten weniger als 12% Restfeuchte. Wenn mehrere Platten zu einem Tisch gegossen werden, müssen sie beide die gleiche Stärke aufweisen.

Naturkanten sehen besonders elegant aus, wenn sie in Epoxid gegossen werden, erfordern allerdings viele Stunden Handarbeit.

2.    Arbeitsbereich vorbereiten

Epoxidharz ist empfindlich. Deshalb ist es besonders wichtig ideale Verarbeitungsbedingungen zu schaffen. Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit können den Bindungs- und Trocknungsprozess negativ beeinflussen und störende Makel im Aussehen verursachen.

Idealerweise wird Epoxidharz für die gesamte Dauer der Verarbeitung und Trocknung bei 20°C gehalten. Das beginnt bereits mit der Lagerung der Rohstoffe. Vorsicht ist geboten bei der Messung der Raumtemperatur: Auch wenn das Thermometer an der Wand oder auf dem Tisch vielleicht 20°C zeigt, kann der Raum in Bodennähe deutlich kälter sein, bis zu 15°C im Winter.

 Bei dieser Temperatur bilden sich Blasen im Harz. Die Rohstoffe und die Hölzer werden deshalb bereits einige Tage vor dem Bearbeitungsprozess auf Tischhöhe gelagert.

Die Verarbeitung der Chemikalien und die Trocknung erzeugen als Nebenprodukt Gase. Neben der Verwendung von Atemschutz und Handschuhen ist ein gut belüfteter Raum ratsam. Damit sich keine unerwünschten Partikel während der Trocknung im Harz festsetzen, sollte der Raum außerdem möglichst staubfrei sein.

3.    Schalung für die Tischplatte bauen/ anpassen

Das Massivholz wird mit Harz ausgegossen. Dazu braucht es eine Form in der finalen Länge und Breite des Tisches, in die das Holz gelegt und mit dem Harz aufgefüllt wird. Üblicherweise wird diese Form aus MDF-Platten hergestellt. Egal ob die Einzelteile der Form verschraubt oder verklebt werden, besonders wichtig ist es, die Kanten abzudichten, damit das flüssige Harz in der Form bleibt und nicht ausläuft. Hier muss mit Silikon extrem präzise gearbeitet werden, damit die späteren Tischkanten aus gehärtetem Epoxid perfekte Winkel aufweisen.

Die gesamte Form wird jetzt mit einem Trennmittel ausgekleidet, damit das Epoxid sich nur mit dem Massivholz und nicht mit der Form verbindet.

4.    Holz schleifen

Damit sich das Holz und das Harz gut verbinden können, müssen alle Oberflächen, Kanten und Verwachsungen per Hand mit Schleifpapier bearbeitet werden. Gerade bei Naturkanten oder lebhaften Hölzern wie Maserpappel kann sich dieser Arbeitsschritt allein über mehrere Tage ziehen. Nach dem Schleifen muss der Schleifstaub sorgfältigst mit Staubsauger und Mikrofasertuch entfernt werden.

5.    Holz in die Form setzen

Zuerst wird geprüft, dass die Form zu 100% in der Waage ist, damit die finale Tischplatte nicht schief wird. Dann wird das Holz so in die Form gelegt, wie es später im Tisch liegen soll, und vorsichtig an den Stellen fixiert, die nicht vom Harz bedeckt sind.

6.    Epoxidharz mischen

Für das Anmischen verwendet man einen großen Industrieeimer. Als Beispiel: Für einen Tisch 180 x 100 cm braucht man etwa 90 Liter flüssiges Epoxidharz.

Da beim Anmischen der Flüssigkeit als chemisches Reaktion Hitze entsteht, sollte der Eimer eher breit als Hoch sein, damit die Wärme von einer möglichst großen Oberfläche entweichen kann. Staut sich die Hitze in einem zu schmalen Gefäß trübt sich das Harz.

Eventuelle Luftblasen nach dem Mischen werden mit einem Bunsenbrenner oder Föhn entfernt. Allerdings immer mit Vorsicht und nie länger als 3 Sekunden an der gleichen Stelle, damit die Hitze das Epoxid nicht eintrübt.

7.    Unebenheiten ausgleichen und Holz versiegeln

In einem ersten Schritt werden Unebenheiten oder Risse versiegelt, normalerweise mit klarem Epoxidharz. Nachdem diese Ausbesserungen getrocknet sind, wird die erste Schicht gegossen und gegebenenfalls das ganze Holz versiegelt. Unebenheiten oder Blasen werden mit einem Föhn geglättet. Die erste Schicht trocknet in der Regel innerhalb von 5 Stunden an.

8.    Zweite Schicht gießen

Die zweite Schicht wird gegossen, solange die erste Schicht noch nicht völlig ausgehärtet ist, sondern an der Oberfläche noch etwas klebrig, so dass sich die Schichten miteinander verbinden. Um den richtigen Zeitpunkt abzupassen braucht es Erfahrung und ein gutes Auge.

Dekorative Elemente wie Kieselsteine oder Kristalle werden in diese zweite Schicht eingelassen, da sie jetzt auf der ersten Schicht ruhen und nicht nach unten sinken. Dadurch wird der Effekt des Schwebens erzielt.

Die Form wird jetzt bis zur Kante mit Epoxidharz aufgefüllt. Das Harz wird vollständig durchgetrocknet vor dem nächsten Bearbeitungsschritt.

9.    Platte aus der Form lösen und schleifen

Mit vorsichtigen Schlägen eines Kunststoffhammers wird die Tischplatte aus der Form gelöst und alle Silikonreste entfernt.

Danach wird die Holzoberfläche geschliffen, bis kein Harz mehr auf dem Holz zu sehen ist, aber alle Risse versiegelt sind. Die Kanten der Platte werden je nach Ergebnis nachgefräst.

10. Finish und Polieren

Um das Massivholz zu pflegen und zu schützen wird hochwertiges Holzöl per Hand mit einem weichen Lappen aufgetragen. In diesem Schritt wird die neue Tischplatte gründlich beäugt und alle Makel per Hand ausgeglichen.

11. Bohrungen für das Tischgestell setzen

Ein Kunstwerk braucht einen passenden Rahmen! In diesem Fall wird die aufwändige Handarbeit von einem individuellen Tischgestell in Szene gesetzt. Kunden wählen üblicherweise eine Massivholztischplatte mit Epoxid im Shop und suchen sich dazu ein Tischgestell aus, das das handgefertigte Unikat stilvoll in die eigene Einrichtung einbettet. Damit alles sitzt, setzen wir die Bohrungen per Hand auf die Tischplatte, verpacken alles sorgfältig und übergeben es der Spedition.

So ist das handgefertigte Einzelstück fertig zur Montage!

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